In den Fotopapierkassetten für diese Kameras sind die
erforderlichen Chemikalien zur Entwicklung des Bildes bereits
enthalten. Der Nachteil dieser Technik ist der, daß das Format
durch das verwendete Papier vorgegeben ist und in der Regel kein
Negativ entsteht. Ausnahme Material vom Typ: P/N 55, 85, 665 von
Polaroid.
Es sind SW und Farbfotos möglich. Bei SW gibt es Kassetten, bei
denen zusätzlich zum Positiv ein Negativ entsteht, daß
weiter verwendet werden kann, damit hat übrigens auch Ansel Adams
experimentiert und einige seiner bekannten Bilder auf Polaroid P/N
Material der Formates 4x5 in. geschaffen. Er hat in seinem Buch
Meisterphotos von 1983 – Entstehung, Technik, Gestaltung der 40
berühmtesten Bilder – diesem Material ein ganzes Kapitel
gewidmet.
Die erste Sofortbildkamera hat Edwin Herbert Land 1947 entwickelt und
mit der Firma Polaroid auf den Markt gebracht. Kodak zeigte damals kein
Intereresse, begann aber später ebenfalls mit der Entwicklung von
Sofortbildkameras und brachte sie auf den Markt. Den Rechtsstreit um
Patentverletzungen verlor Kodak und mußte sich dann wieder vom
Markt zurückziehen. Heute nachdem die Patente abgelaufen sind,
produziert auch Fuji Sofortbildkameras.
Bei den Polaroid-Kameras handelte es sich um Mittelformatkameras.
Polaroid baute auch Kameras mit vier Objektiven, die ein Satz von vier
Passbildern gleichzeitig erzeugen konnten. Die normalen Kameras hatten
Objektive von etwa 115 mm Brennweite und einem
Öffnungsverhältnis um die 1 : 9 und Kunststofflinsen.
Für Mittelformatkameras waren Sofortbild-Rückteile
erhältlich, die anstelle der Rollfilm-Kassetten angesetzt werden
konnten.
Dann gab es noch sogenannte Polaprinter, sie fertigten Sofortbilder von gewöhnlichen Kleinbild-Diapositiven an.
Die Verbreitung der Sofortbild-Fotografie hielt sich in Grenzen, der
Hauptgrund waren die Kosten pro Bild. Nur in der professionellen
Fotografie und der Wissenschaft kamen sie häufiger zum Einsatz,
allerdings ist sie hier mittlerweile von den Digitalkameras
verdrängt worden.
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