Canon ( gegründet 1933 ) war
ursprünglich mal ein Unternehmen, welches sich durch Nachbauten
der Leica, Contac und Rolleiflex hervortat. Allerdings entwickelte man
dann doch relativ schnell eigene Modelle und setzte sich damit am
Weltmarkt durch.
Mit der Canon EOS 500 stellte Canon seinerzeit die kleinste und
leichteste aller bis dato gebauten Autofokus-Spiegelreflex-Kameras vor.
Der Autofocus sitzt im Objektiv. Die EOS 500 gehört zu den
Consumer-Modellen, welche Canon herstellt, sie war hauptsächlich
für die Amateur- und Hobbyfotografen gedacht.
Dieses Konzept setzte sich sehr schnell auf dem Weltmarkt durch,
obwohl......, ich finde, man mußte sich an das
„Plastikgeraffel“ erst gewöhnen. Zweifel an der
Stabilität hatte ich persönlich zunächst auch, doch die
EOS 500 ist erstaunlich stabil.
Die Kamera läßt sich so einfach bedienen wie eine
Kompaktkamera, bietet aber den Anschluß an das gesamte
EOS-Objektiv- und Zubehörprogramm. Die Einstellungen
beschränken sich wirklich auf ein Minimum. Der
Betriebsartenwähler hat drei Bereiche für
Funktionseinstellungen, Kreativ- und Motivprogramme.
Die Scharfstellung erfolgt über ein Dreipunkt AI-AF-System.
Außerdem gibt es einen Breitfeld AF-Sensor, dadurch müssen
die für die Scharfstellung wichtigen Bildelemente nicht unbedingt
in der Bildmitte liegen.
Manuelle Scharfstellung ist aber ebenfalls möglich. Trotzdem war
ich anfangs von der Kamera nicht sonderlich angetan, denn obwohl die
Abbildungsleistung des Canon EF 4-5,6/35-80mm III nicht schlecht ist,
an meine M42-Objektive mit Festbrennweiten kam es allerdings nicht
heran. Einzig die Belichtung war einwandfrei. Hätte es damals
schon eBay gegeben, ich glaube die EOS 500 hätte ich nicht mehr.
Die Lösung waren dann Adapter für M42 und andere Objektive.
Ich erziele damit für mich optimale Ergebnisse, denn die
Stärke der EOS 500 ist ihre Belichtungsmessung und die
Korrekturmöglichkeiten die man dabei hat. Ich habe dann
dafür meine anderen M42 Kameragehäuse, es sind diverse,
eigentlich ausgemustert, sie fristen nun ein Vitrinendasein, einzig
eine Ricoh TLS 401 (weil sie 2 Sucher hat) benutze ich hin und wieder
in Verbindung mit einem Balgengerät.
Da ich neben Adaptern für M42 Objektive auch noch einen Adapter
für Zeiss-Objektive (K6) von der Pentacon Six habe, setze ich
diese 6x6 Objektive auch gelegentlich an der EOS 500 ein. Da nur der
mittlere Bereich der Objektive genutzt wird, erziele ich damit eine
überragende Schärfe. Allerdings benutze ich in dieser
Kombination aus Gewichtsgründen nur Objektive bis maximal 120 mm
Brennweite, denn das Bajonett der EOS 500 ist aus Kunststoff. Der
Berliner würde sagen: Dir Aas trau ick nich. Ich allerdings auch
nicht.
Jetzt wird es aber wieder ernst, das Ganze soll ja schließlich keine Glosse werden.
Nun ein paar technischen Daten:
Canon EOS 500 KB Autofocus Spiegelreflex Kamera
Objektiv Canon EF 35-80mm 1:4-5,6 III
Programmautomatik
Blendenautomatik
Zeitautomatik
Schärfentiefenautomatik
Vollautomatik
Blitzautomatik (TTL mit eingebautem, E -TTL und A-TTL mit Zusatzblitz)
mit der Funktion zur Verringerung roter Augen (Blitzladezeit 2 Sekunden)
Motivprogrammen (Portrait, Panorama, Nah, Sport
Manuelle Belichtungseinstellung mit Fehlbelichtungswarnanzeige
Manuelle Belichtungskorrektur +/-2 in halben Schritten
Selbstauslöser (Vorlaufzeit 10 Sekunden mit optischer und akustischer Ankündigung)
eingebaute Autofocus-Hilfsleuchte
Verschlusszeiten von 1/2000sec. bis 30 sec./B
automatische Filmerkennung (DX ISO 25-5000) und Filmrückspulung, Rückspulung teilbelichteter Filme möglich
Das Objektiv hat eine Marko - Funktion
Fertigungszeit:ab 1993, wie lange dann konnte ich bislang nicht ermitteln.